01./02. April 2010 "Kölner Stadt-Anzeiger" (Marianne Kierspel)
Festkonzert
Der Kammerchor an St. Gereon feiert sein 30-jähriges Bestehen mit der Joahnnes-Passion
Manche Feste sollte man ruhig öfter feiern. So hat jetzt der Kammerchor an St. Gereon, den Werner Schönewolf
1978 als Jugendchor gegründet hat, die Feiern seines 30. Geburtstages gekrönt mit Bachs Johannes-Passion. Mitstreiter waren dem Chor vertraute Solisten und das Kölner Barockorchester Nel Dolce. Das Festkonzert unter
der Leitung von Markus Schönewolf, Sohn und Nachfolder des Gründers, fiel genau auf Bach's 325. Geburtstag,
ein gutes Omen.
Die Passion gelang sehr ansprechend und fand in der überfüllten Kirche viel Beifall. Die Sängerinnen und Sänger überzeugten zumal in den Chorälen, die Schönewolf den jeweiligen Szenen anpasste: sie drückten Mitleiden, Reue,
Hoffnung aus. Berührend auch der große Begräbnis-Chor und der schlichte Choral, mit dem Bach das grandiose
Werk beschließt. Vorher hatte der Chor in Massenszenen so präzise wie schlagfertig und mit der nötigen Schärfe
agiert, als üble Kriegsknechte, eifernde Hohepriester, blinde, verführte, höhnische Menge.
Das Orchester entfaltete mit historischen Instrumenten eine abwechslungsreiche Klangfarbpalette. Es hätte aber mitunter eine straffere Führung gebraucht. Manchmal wackelte die Begleitung der Solosänger Anette Heurich de Mejia, Nicola Müllers, Henning Klocke, Andreas Cantow als Christus und Stefan Kohnke als ein Pilatus mit mensch-
licher Größe. Heraus ragte der junge Tenor Henning Klocke. Er bewätigte die große Partie mit Arien und Rezitativen
über zwei Stunden Spieldauer frisch. Mit leichter, beweglicher Stimme gestaltete er die Rolle des Evangelisten.
Diese verstand er nicht nur als die Rolle eines Berichterstatters, er fügte auch Emotionen eines Zeugen ein, der
empört, traurig, mitfühlend reagiert.
Gewicht gab er zumal der Szene, in der Petrus bitter bereut, dass er Jesus verleugnet hat. Bach fügte sie nach
dem Evangelisten Mattäus ein. Andererseits betonte Klocke auch die Eigenheiten des Evangelisten Johannes.
Der Schriftgelehrte stellt Jesus als Gottessohn und König vor und verweist oft auch Worte der Propheten. Groß
und markant hob Klocke diese Zitate heraus, die das Passionsgeschehen, das empörende Leiden und Sterben,
als Teil eines göttlichen Heilsplan belegen sollen. Weitere Kölner Passionskonzerte, auch mit den großen Werken von Bach, sind im Internet zu finden.
www.kirchenmusik-koeln.de
www.klassik-koeln.de
03. Januar 2008 "Kölner Stadt-Anzeiger" (Johanna Heckeley)
Chor von St. Gereon feiert 125-jähriges Bestehen
Kräftig, klar und warm musiziert
Buchstäblich mit Pauken und Trompeten ließ der Kirchenchor an St. Gereon in Merheim die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen ausklingen. Zur Aufführung kamen beim rund einstündigen Festkonzert neben Felix Mendelssohn Bartholdys Vertonung des 42. Psalms "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" (op. 42) auch Joseph Haydns "Missa in tempore belli" (Hob. XXII:9), die sogenannte "Paukenmesse" - wegen der ungewöhnlich dominanten Paukenklänge im Agnus Dei.
Unter der Leitung von Werner Schönewolf und begleitet vom Orchester der Kölner Kammermusiker sowie der Sopranistin Anette Heurich de Mejia sang der 50-köpfige Chor Mendelssohns eindringliches Werk, das er klar und vor allem im Schlusschor kräftig vorzutragen wusste. Der "Paukenmesse" Haydns gaben die Sängerinnen und Sänger eine dichte Atmosphäre, die durch den warmen Ton des Orchesters und durch das recht ausgewogene Solistenquartett - Anette Heurich de Mejia (Sopran), Nicola Müllers (Alt), Kwon-Shik Lee (Tenor) und Andreas Cantow (Bass) - unterstrichen wurde. Ein weiteres, wenn auch kleiners Jubiläum feierte mit diesem Konzert auch das Orchester der Kölner Kammermusiker: Die Instrumentalisten traten zum 50. Mal unter der Leitung von Wolfgang Gurland auf.
Trotz der Feierlichkeiten war das vergangene Jahr für den 1882 als reines Männerensemble gegründeten Kirchenchor nicht ganz ungetrübt. Denn nach 33-jähriger Tätigkeit wird Werner Schönewolf sein Amt als Kantor niederlegen und damit auch die Leitung des Chors aufgeben.
27. Dezember 2007 "Köln 8 Aktuell" (yr)
Kirchenchor St. Gereon feiert sein 125. JubiläumAuf Werner Schönewolf wird im neuen Jahr sein Sohn Markus folgen
Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums hatte der Kirchenchor von St. Gereon zu einem Festkonzert in die Pfarrkirche geladen.
Das Konzert war das letzte unter der Leitung von Werner Schönewolf. Er war 33 Jahre als Kantor, Chorleiter und Organist in der Gemeinde tätig. In der Zukunft wird er sich hauptsächlich auf seinen Beruf als Lehrer an einer Musikschule in Lohmar konzentrieren. Ab nächstem Jahr wird dann Sohn Markus Schönewolf in die Fußstapfen seines Vaters treten und die Leitung des Chors übernehmen. Der Chor, der aus fünfzig Mitgliedern besteht, wurde beim Festkonzert bereits zum 50. Mal vom Orchester der Kölner Kammermusiker begleitet. Sie präsentierten die Psalmkantate "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" op. 42 von Felix Mendelssohn Bartholdy und die "Paukenmesse" von Joseph Haydn, wobei sie von vier Solisten begleitet wurde.
04. Juli 2007 "Köln 8 Aktuell" (v. Czarnowski)
Kirchenmusik mit sehr hoher QualitätKirchenchor St. Gereon feierte sein 125-Jähriges
Die Aufführung von Franz Schuberts "Deutscher Messe" für Chor, Bläser und Orgel ist Tradition in der Festmesse zu Beginn der Sommerferien in St. Gereon. Diesmal war die Messe gleichzeitig Programmpunkt zur Feier des 125-jährigen Chorjubiläums in St. Gereon. Vor und nach der Messe informierte eine Ausstellung im Pfarrheim mit alten Liederbüchern, Zeitungsausschnitten und Fotografien über die Geschichte des Traditionschores.
1882 gründeten 16 Sänger einen "Pfarr-Cäcilien-Verein" zu Merheim mit Josef Kirwald Senior als Chorleiter, 1886 gefolgt von Josef Kirwald Junior. Strenge Regeln bestimmten das Chorleben: "In der Regel werden zwei Gesangsstunden abgehalten, denen beizuwohnen die Mitglieder streng gehalten sind", hieß es in der Satzung. Auf das Fehlen in der Chorprobe stand eine Geldstrafe von 10 Pfennigen, bei dreimaligem Fehlen drohte der Chorausschluss.
1912 wurde Josef Kurtenbach Chorleiter und Küster, sein Sohn Burkhard ist heute dienstältestes Mitglied (seit 1946). In seinen 53 Amtsjahren erlebte der Chor eine wechselhafte Geschichte. Einem nachlassenden Probenbesuch Ende der zwanziger Jahre folgte ein neues Aufleben ab 1930. Für 1934 vermeldet die Festschrift den Rücktritt des Vorsitzenden Robert Ermert. Das Vereinshaus wurde erst als Soldatenquartier beschlagnahmt, später wurden Kriegsgefangene darin interniert.
Highlights der Nachkriegsgeschichte waren die Teilnahme an der Rheinprozession während des Katho-likentages 1956 und die Übertragung der Christmette durch die ARD Weihnachten 1997. Nach dem Abschied des Chorleiters Peter Rudolf (1966-1974) folgte Werner Schönewolf, der das Amt bis heute ausübt.
In den siebziger Jahren fand eine weitere Neuerung statt: 1970 "fusionierte" der reine Männerchor mit dem Frauenchor der Gemeinde. "Jahrelang wurde dieser Schritt auf den Chorversammlungen aufgeschoben, weil ältere Mitglieder dagegen waren", erinnert sich Schriftführerin Ingrid Peters (richtig: Irene Peter / W.A.). Erst als der damalige Pfarrer ein Machtwort sprach, fand die Fusion statt.
Chorleiter Werner Schönewolf gründete bereits 1978 einen Jugendchor, der heute als Kammerchor auftritt. Auch die Orgel wurde auf seine Initiative hin 1976 erweitert. Nachwuchssorgen hatte der Chor lange nicht: "Wenn man gute Musik macht, kommen die Leute von selber", ist Schönewolfs Überzeugung. Dennoch würde sich Schönewolf, der für 2008 seinen Abschied plant, über weiteren Nachwuchs freuen.
Am 16. Dezember steht noch ein Festkonzert auf dem Programm, mit Werken von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn Bartholdy.
(Anm.: Der Bericht wurde geringfügig gekürzt / W.A.)
28. Juni 2007 "Kölnische Rundschau" (Susanne Zolper)
Entwicklung dokumentiertKirchenchor an St. Gereon feierte 125-jähriges Bestehen
Zum 125-jährigen Bestehen ließ sich der Kirchenchor an St. Gereon in Merheim etwas Besonderes einfallen. Es erklang die "Deutsche Messe" von Franz Schubert, mit Chor, Holzbläsern und Orgel. Doch nicht nur akustisch wurde einiges geboten. Die Ausstellung "125 Jahre Kirchenchor" im Pfarrheim zeigte das umfassende Archivmaterial und gewährte einen Einblick in die Chorgeschichte.
"Wir möchten einfach mal Danke sagen", äußerte sich Vorsitzender Gregor Ermert zum Ausstellungs- konzept. Das richtete sich an Freunde sowie Förderer, ohne deren Unterstützung sich der Kirchenchor "so nicht hätte entfalten können", sagte Ermert. Dokumentiert wurde die Entwicklung des Chores seit seiner Gründung mit 16 Sängern als "Pfarr-Cäcilien-Verein" im Jahr 1882 bis heute. Die Ausstellungsstücke, größtenteils aus Privatbesitz und dem Chorarchiv, stellte die Chorgemeinschaft, derzeit mit 58 Mitgliedern, chronologisch zur Schau. Die ersten Jahrzehnte bis zum Jahr 1912 sind in Statuten, einem Artikel aus der "Mülheimer Volkszeitung" von 1907 und einer Mitgliedskarte von 1910 festgehalten. Für einen Einruck in das musikalische Spektrum, von Palestrina bis Josef Gabriel Rheinberger, sorgten eine umfangreiche Notensammlung, sowie Orgel-, Chor- und Kontobücher.
Burkhard Kurtenbach, seit 1946 Mitglied im Kirchenchor. Auch er trug mit historischem Material, wie Mitgliederlisten und Programmen der Choraufführungen bei. Sein Vater, Josef Kurtenbach, prägte als ehe-maliger Chorleiter von 1912 bis 1957 eine eigene Ära. Ergänzend vermittelten liturgische Bücher und Zeitungsartikel die Veränderung der Gottesdienstformen in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Vereinigung von Männer- und Damenchor wurde 1970 in der Zeit der Kirchenreform beschlossen. Die "Ära Schönewolf", die idiesem Jahr ihr Ende findet, prägte die musikalische und gemeinschaftliche Entwicklung seit 1974. Werner Schönewolf, Chorleiter des Kirchenchores und Dozent an der Musikschule Weimar (es muss richtig lauten: in Lohmar / W.A.) geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Es war eine Zeit voller Herausforderungen und Steigerungen." 1976 konzipierte er mit der Firma Willi Peter aus Mülheim die Orgel für St. Gereon unter Verwendung des originalen barocken Gehäuses. Zwei Jahre später gründete er einen Jugendchor, den späteren Kammerchor.
Ein Höhepunkt der gemeinsamen Choraktivitäten war die Jubiläumsreise 1982 nach Rom. Besondere Aufmerksamkeit zog aber auch eine Dia-Show auf sich, die Willi Ackermann zusammengestellt hatte. "Ich habe zwei Hobbys: Meine Familie und den Kirchenchor."
Zum Jubiläum produzierte der Kirchenchor eine CD in Studioqualität. Zu hören sind Werke von Händel, Mendelssohn Bartholdy, Monteverdi, Mozart, Schütz und anderen. Sie gibt es für zehn Euro im Pfarrbüro, Von-Eltz-Platz 6.
28. Juni 2007 "Kölner Stadt-Anzeiger" (Norbert Ramme)
Wer schwänzte, zahlte zehn Pfennig StrafeKirchenchor von St. Gereon besteht seit 125 Jahren
Strenge Sitten in den Anfängen
"Wer singt betet doppelt", erinnerte Kardinal Joachim Meisner an ein altes Sprichwort und bescheinigte dem Kirchenchor von St. Gereon, dass er mitwirke "am Kostbarsten, das unsere Kirche besitzt: der Liturgie". Das machen die Merheimer Sänger nun schon seit 125 Jahren. 1882 gründeten 16 Sänger einer freien Sängervereinigung den "Pfarr-Cäcilien-Verein zu Merheim", der vorwiegend gregorianische Choräle in seinem Repertoire hatte.
Damals nahm man es mit Gesang und Disziplin ernst. "In der Regel werden zwei Gesangsstunden in der Woche abgehalten, denen beizuwohnen die Mitglieder streng verpflichtet sind", hieß es in den Statuten. "Wenn ein Mitglied den Proben nicht beiwohnt, zahlt es eine Strafe von zehn Pfennigen." Wurde zunächst in der Wohnung des Dirigenten geprobt, erhielt der Chor 1906 neben dem Pfarrhaus ein eigenes Vereinsheim.
1912 kam Josef Kurtenbach als Küster, Organist und Chorleiter nach Merheim, der dieses Amt 53 Jahre ausübte. In dessen Ära fielen der Erste Weltkrieg, Inflation (1924 betrugen die Jahresausgaben des Chores 42 Billionen Reichsmark), Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus. Da wurde der ursprüngliche spitze Turm abgerissen, das Vereinslokal des Chors fürs Militär beschlagnahmt und zur Unterbringung für Kriegsgefangene genutzt. Nach der Währungsreform 1949 hatte der Chor nur noch 151,09 Mark in der Kasse. Doch Kurtenbach brachte den Chor wieder nach vorne. Beim 75. Stiftungsfest 1957 sangen 39 Männer und 19 Frauen mit.
Heute zählt der Chor 26 Frauen und 24 Männer. Dirigent ist seit 33 Jahren Werner Schönewolf, der im Vorjahr mit den Sängern eine Jubiläums-CD aufgenommen hat. Die wechselhafte Historie der Sangesge-meinschaft konnte in einer zweitägigen Ausstellung im Pfarrheim nachverfolgt werden. Neben Bildern, Plakaten, Urkunden und Presseartikeln waren auch die historische Vereinsfahne, liturgische Bücher, Schätze aus dem Notenarchiv sowie Medaillen und Karnevalsorden ausgestellt.
13. Juni 2007 "Köln 8 Aktuell"
Kirchenchor an St. Gereon feiert sein 125-JährigesAm 16. und 17. Juni Dokumentation im Pfarrheim - "Deutsche Messe"
Seit mittlerweile 125 Jahren ist der Kirchenchor an St. Gereon Köln-Merheim nun schon aktiv. Dieses Jubiläum wird in diesem Jahr natürlich standesgemäß gefeiert.
Ein Highlight hat der Kirchenchor dabei am 16. und 17. Juni zu bieten. Im Pfarrheim St. Gereon werden dann im Rahmen einer Dokumentation zahllose Erinnerungsstücke aus den 125 Jahren Chorgeschichte dafür sorgen, dass die Besucher in den "guten alten Zeiten" schwelgen können.
Dokumentiert wird dabei die Entwicklung des Kirchenchores seit seiner Gründung als "Pfarr-Cäcilen-Verein" im Jahre 1882 bis in die heutige Zeit. Bilder, Urkunden, Presseartikel und viele weitere Ausstel-lungsstücke vermitteln den Besuchern einen guten Einruck von der jeweiligen Zeitepoche und zeigen zudem Veränderungen bei den Gottesdienstformen, beim musikalischen Repertoire oder auch in punkto Merheimer Ortslebens auf. Selbstverständlich dürfen auch Erinnerungen an besondere Ehrungen, Chor-fahrten, Konzertereignisse und andere fröhliche Veranstaltungen nicht fehlen. Ein großer Teil der umfang-reichen Fotosammlung ist darüber hinaus im Rahmen der Dokumentation als "Dia-AShow" zu bestaunen. Des Weiteren locken auch die historische Vereinsfahne, Plakate, liturgische Bücher, Schätze aus dem Notenarchiv, Medaillen und Karnevalsorden zu dieser sehenswerten Ausstellung.
Am 16. Juni ist die Ausstellung von 15 bis 19 Uhr geöffnet, am 17. Juni von 12 bis 19 Uhr. Das Sonntags- programmbeginnt allerdings schon zwei Stunden früher mit der Messe zum Ferienbeginn. Um 19 Uhr führt der Kirchenchor dabei die "Deutsche Messe" für Chor, Bläser und Orgel von Franz Schubert auf. Anschlie-ßend lädt der Kirchenchor die Gemeinde und Gäste zum Festakt ins Pfarrheim sowie den Pfarrgarten ein.
Wer den Kirchenchor zusätzlich bei seinen Proben besuchen möchte, kann donnerstags um 20 Uhr ins Pfarrheim kommen.
28. November 2002 "Kölnische Rundschau" (dri)
Einnahmen von 43 Billionen MarkKirchenchor der Gemeinde St. Gereon feiert sein 120-jähriges Bestehen
Da würden sich manche Vereinsmitglieder heutzutage aber umgucken: "Wenn ein Mitglied den Proben nichtbeiwohnt, bezahlt es eine Strafe von 0,10 Mark und wenn es dreimal ausbleibt, ist es ganz ausge-schlossen." Ganz so rigide wie im Jahr 1890 sind die Vereinsbestimmungen im Merheimer Kirchenchor aber nicht mehr.
Acht Jahre zuvor war der Chor, der jetzt sein 120-jähriges Bestehen feiert, aus der Taufe gehoben worden. Die Geschicke des Vereins prägte über Jahrzehnte Josef Kurtenbach, der die musikalische Leitung von 1912 bis 1965 übernahm. Der Erste Weltkrieg setzte dem blühenden Vereinsleben zunächst ein Ende. Sechs der Sänger kamen vom Einsatz an der Front nicht mehr zurück. 1919 wurden dann aber die Proben wieder aufgenommen.
Die nächsten Probleme bereitete die horren Inflation vom Januar 1923. EinBillett für ein Konzert war nicht unter 500 Mark zu haben. Der Verein verzeichnete Einnahmen von 43 Billionen Mark und Ausgaben von 42 Billionen Mark. 1927 wurde die alte Orgel erneuert, die Jahre im Dritten Reich und im Zweiten Weltkrieg verschweigt die Chronik weitestgehend.
Nach dem Krieg legte sich der Kirchenchor eine neue Fahne zu. Männer- und Frauenchorfusionierten 1970. Im gleichen Jahr übernahm Peter Rudolf die musikalische Leitung. Er leitete den Chor bis 1974, dann übernahm Werner Schönewolf den Taktstock.
51 Mitglieder zählt der Chor im Kölner Osten heute. Mitglieder von 19 bis 80 Jahren singen geistliche und weltliche Musik. Neben vielen Konzerten, die auch bereits in Deutschlandfunk übertragen wurden, reiste der Chor nach Rom, Wien, Salzburg, Leipzig, Dresden und in die Toskana. Seit 1978 besteht ein Jugendchor. Der Chor probt jeden Donnerstag um 20 Uhr im Pfarrheim am Von-Eltz-Platz. Interessierte Sänger sind immer willkommen.
27. November 2002 "Köln 8 Aktuell" (rt)
Schon 12 Jahrzehnte Chorgesang zur Ehre GottesFestkonzert zum 120-jährigen Bestehen des Kirchenchores an St. Gereon
Vor 120 Jahren ging es an St. Gereon in Merheim sehr ordentlich zu: Im Kirchenchor herrschte absolute Probendisziplin, den Mangel daran beklagen die Chorleiter heute immer wieder. In den Statuten aus dem Jahr 1890 heißt es dazu: "Wenn ein Mitglied den Proben nicht beiwohnt, bezahlt es eine Strafe von 10 Pfennigen" - das war für viele damals ein schmerzhafter Eingriff in das sowieso schmale Portmonnai - aber es ging noch strenger zu: Bei dreimaligem unentschuldigten Fernbleiben erfolgt der sofortige Ausschluss aus der Cäcilien-Sängerschar.
Der "Pfarr-Cäcilien-Verein St. Gereon" wurde im Jahr 1882 gegründet, so zu erfahren aus der handge-stickten Vereinsfahne. Im Jahr 1982 wurde das Hundetjährige groß gefeiert, und seit dieser Zeit wird alle fünf Jahre der Jahrestag mit einem besonderen Festprogramm begangen.
In diesem Jahr wurde das 120-jährige Bestehen mit einem Jubiläumskonzert in der Merheimer Gerons-kirche gefeiert. Auf dem Programm standen Werke für Soli, Chor und Orchester von Franz Schubert und das "Te Deum in C-Dur" für Chor und Orchester von Joseph Haydn. Die Mit6wirkenden waren: Glonk-Sook Park, Sopran, Nicola Müllers, Alt, Hein Heidbüchel, Tenor und Andreas Cantow, Bass, der Kirchenchor an St. Gereon und das Orchester der Kölner Kammermusiker, die Leitung hatte Werner Schönewolf.
Die Beständigkeit in der Pflege der Kirchenmusik wird schon deutlich durch die langjährige musikalische Leitung des Cäcilienchores durch den Küster, Organisten und Chorleiter Josef Kurtenbach, der von 1912 bis zum Jahr 1965 an St. Gereon ununterbrochen tätig war.
Der Chor war, wie ehemals üblich, ein reiner Männerchor, aber bereits seit 1909 verstärkten Damen den Chor. Aber erst im Jahr 1970 wurde der Zusammenschluss von Tenören und Bassisten mit den Sopranen und Altistinnen offiziell beschlossen. Heute singen im Chor 28 aktive Sängerinnen und 23 Sänger, das älteste Chormitglied ist im 80. Lebensjahr, die jüngste Sängerin 19 Jahre jung. Die Chorgemeinschaft würde sich über neue Mitglieder freuen. Die Proben sind donnerstags um 20 Uhr im Pfarrheim, Von-Eltz-Platz 6.
1974 übernahm Werner Schönewolf mit den musikalischen Ämtern in St. Gereon auch die Leitung des Kirchenchores. Die Mitglieder des Chores sind immer wieder mit Freude dabei, auch schwierige Chorwerke einzustudieren. Davon legen viele große Werke der Kirchenmusik Zeugnis ab, die in St. Gereon zur Aufführung kommen. Die Verleihung der Zelter-Plakette und der Palestrina-Medaille sind überzeugende musikalische Leistungen. Informationen bei Gregor Ermert unter Telefon 0221/692664.
21. November 2002 "Kölner Stadt-Anzeiger" (Reiner Kramer)
Der Pfarrer als GründervaterKirchenchor St. Gereon wurde vor 120 Jahren gegründet
Die Merheimer Sängerinnen und Sänger haben sich nicht nur dem geistlichen Lied verschrieben.
Ein Pfarrer war die treibende Kraft: 16 junge Männer schlossen sich 1882 zusammen, um einem gemeinsamen Hobby zu frönen: der Musik. Peter Bongartz, damals Pfarrer von St. Gereon, sorgte - nach mündlicher Überlieferung - für den passenden Rahmen und rief den Kirchenchor St. Gereon ins Leben. Schriftliche Zeugnisse über die Gründung gibt es nicht; lediglich die Statuten, die 1897 verfasst wurden, sind handschriftlich erhalten. Geregelt wurden in 13 Paragrafen Rechte und Pflichten der Sänger, wie pünktliches Erscheinen zu Proben und Auftritten.
Auf eine lange Tradition blicken die inzwischen 51 Sänngerinnen und Sänger in diesen Tagen zurück. Am 24. November feiert der Kirchenchor unter der Leitung von Werner Schönewolf sein 120-jähriges Bestehen mit einem Konzert in der Pfarrkirche St. Gereon. Unterstützt wurden die Sangesbrüder schon recht bald nach der Gründung von dem Damenchor. Bereits mit Beginn des neuen Jahrhunderts konnten so mehrstimmige Messen aufgeführt werden. Zum offiziellen Zusammenschluss von Männer- und Damenchor kam es jedoch erst 1970.
Doch nicht nur der "musica sacra" hatte sich die Gruppe verschrieben, "das weltliche Liedgut hat von Beginn an eine wichtige Rolle gespielt", erzählt Gregor Ermert, Vorsitzender des Chores. Feste und andere Veranstaltungen hat der Chor musikalisch gestaltet. Von den 70-er Jahren an galt die Aufmerksamkeit vorwiegend geistlichen Liedern. "Das Volkslied war verpönt und viele Mitglieder wollten es aus ihrem Repertoire streichen", weiß Ermert. Zudem sei der Aufwand für die zahlreichen Auftritte sehr hoch gewesen.
Seit 1974 führt der Chor unter Mitwirkung von Solisten und Orchester eine Messe zum zweiten Weihnachtstag auf - "jedes Jahr ein großer Erfolg", sagt Ermert. 1997 gestalteten sie eine Christmette, die im Fernsehen und Rundfunk live übertragen wurde. Besonders stolz sind die Mitglieder auf ein Konzert vom 22. November 1987. Gemeinsam mit der Sopranistin Christiane Oelze und dem Orchester der Kölner Kammermusiker gaben sie die Sinfonie in g-moll von Johann Christian Bach und das "Te Deum" von Haydn.
Beim Festkonzert am 24. November, (17 Uhr in St. Gereon) führen die Sänger Franz Schubert´s "Messe in B-Dur" und Joseph Haydn´s "Te Deum" auf.
20. November 1997 "Kölnische Rundschau" (bha)
115. Stiftungsfest des Kirchenchores an St. GereonMitschnitt auf CD - Einfühlsames Zusammenspiel
Auf CD aufgenommen wurde das Festkonzert zum 115. Stiftungsfest des Kirchenchores an St. Gereon. Einen absoluten Höhepunkt stellte der Auftritt des Kirchenchores gemeinsam mit dem Orchester der Kölner Kammermusiker und den Solisten Clementine Jesdinsky (Sopran), Nicola Müllers (Alt, Gary Bennett (Tenor) und Bernhard Hüsgen (Bass) dar. Vor vollbesetztem Haus wurde das "Magnificat" und "Intende voci orationis" von Franz Schubert sowie die "Cäcilienmesse" von Charles Gounod aufgeführt. Wie Pastor Clemens Poblocki zur Eröffnung des Konzertes dem Publikum versprochen hatte, wurde es ein Ohren-schmaus, bei dem es einem leichtfiel "Herz und Ohren der Musik zu öffnen".
Gemeinsam mit Wolfgang Gurland, dem Leiter des Orchesters der Kölner Kammermusiker, brachte Werner Schönewolf eine musikalische Höchstleistung zustande und stellte erneut sein einfühlsames Können im Umgang mit Solisten, Chor und Orchester unter Beweis.
Ein weiterer Höhepunkt für die Freunde der Chormusik dürfte die bevorstehende Live-Übertragung der Christmette unter Mitwirkung des Kirchenchores am 24. Dezember sein, die 23 Uhr beginnt. Am 2. Weih-nachtstag singt der Chor im Hochamt.
12. November 1997 "Köln 8 Aktuell" (kli)
115 Jahre Kirchenchor an St. GereonGroßes Festkonzert in der Pfarrkirche am 16. November
Der Höhepunkt in diesem Jahr wird das Festkonzert am kommenden Sonntag, 16. November um 17 Uhr (Einlass 16.30 Uhr) in der Kirche St. Gereon in Merheim sein. Zur Aufführung gelagen "Magnificat" und "Inrende voci orationis" von Franz Schubert sowie die "Cäcilienmesse" von Charles Gounod. Es singt der Kirchenchor an St. Gereon, es spielt das Orchester der Kölner Kammermusiker. Als Solisten wirken mit: Clementine Jesdinsky - Sopran, Gary Bennett - Tenor, Nicola Müllers - Alt und Bernhard Hüsgen- Bass. Die Leitung hat Werner Schönewolf.
Vom 11. bis 18. Oktober war der Chor "Auf den Spuren von Joh. Seb. Bach". Die einwöchige Studienreise führte die Sängerinnen und Sänger, Freunde und Förderer nach Eisenach, Arnstadt, Erfurt, Gotha, Mühlhausen, Weimar, Leipzig Dresden und Köthen. Außerdem wurde bei dieser Gelegenheit die Patenge-meinde in Delitzsch besucht.
Ein weiterer Höhepunkt wird sich am Heiligabend, 24. Dezember anschließen. Um 23 Uhr wird die Christ-mette unter Mitwirkung des Kirchenchores aus der Pfarrkirche St. Gereon Merheim live im Fernsehen (ARD) übertragen. Das Hochamt am 2. Weihnachtsfeiertag wird in traditioneller Form ebenfalls vom Kirchenchor mitgestaltet.
Im Kirchenchor an St. Gereon sind sangesfreudige Damen und Herren stets herzlich willkommen. Die Proben finden jeweils donnerstags von 20.15 bis 22 Uhr im Pfarrheim statt. Infos bei Chorleiter Werner Schönewolf unter der Telefonnummer 692320.
22. September 1993 "Wochenspiegel" (aka)
Kirchenchor an St. Gereon blickt auf eine lange Tradition zurückIm Vorjahr konnte der Kirchenchor an St. Gereon ein stolzes Jubiläum feiern. Er wurde 110 Jahre alt und veranstaltete aus diesem Anlass in der Pfarrkirche mehrere Jubiläumskonzerte mit auserlesenem Programm. Dazu zählte das Te Deum C-Dur für Chor und Orchester von Joseph Haydn. Am 2. Weihnachts-tag wurde die Messe D-Dur für Soli, Chor und Orchester von Antonin Dvorak in der Pfarrkirche geboten.
Der Kirchenchor kann auf eine lange Traition zurückblicken. Sechzehn sangesfreudige Männer hatten im Jahr 1882 den Mut, mit Hilfe des Pfarrers Peter Bongartz sich zu einer vereinsungebundenen Chorgemein-schaft zusammenzuschließen. Innerhalb kurzer Zeit fand die Choralschola - Choralsingen war ihre vornehmlichste Aufgabe - so starken Zulauf, dass schon 1884 mehrstimmige Messen gesungen werden konnten. Neben liturgischen Gesängen fand der Männerchor auch Zugang zum weltlichen Lied bis hin zu Aufführungen von Singspielen, Oratorien und Opern. Dabei fand er Unterstützung durch einen "Damenchor", der sich ab 1919 in mehrstimmigem Gesang erprobte, aber schon 1907 seinen Anfang genommen hatte. Beide Chöre schlossen sich 1968 zusammen und verschmolzen zu einem Klangkörper, der ab 1. 4. 1974 von Herrn Schönewolf übernommen wurde.
Seit dieser Zeit ist Herr Schönewolf in hiesiger Pfarre als Kirchenmusiker tätig. Noch als Student an der Musikhochschule in Köln nahm er seine Tätigkeit auf. Sein Studium der katholischen Kirchenmusik schloss er mit dem A-Examen ab und qualifizierte sein Können mit der Reifeprüfung im Fach Orgel. Die Grundlage seiner Arbeit mit dem Chor erwächst aus dem Willen, "mit den vorhandenen Kräften in der Pfarrei Musik mit möglichst guter Qualität zu bringen".
In diesem Jahr gehören dem leistungsstarken Kirchenchor 61 Sängerinnen und Sänger an. Davon singen 19 im Sopran, 17 im Alt, 9 im Tenor und 16 im Bass.
Ein Großereignis war natürlich das 100jährige Bestehen im Jahre 1982. Schirmherr für das seltene Jubi-läum war Oberbürgermeister Norbert Burger. Er einnerte daran, dass 1932 beim "Goldjubiläum" Dr. Konrad Adenauer als Oberbürgermeister die Schirmherrschaft übernommen hatte. Herausgestellt wurde beim 100-jährigen Bestehen, dass die Chorgemeinschaft zu den ältesten Kölner Vereinen zählt und der Chorgesang im reichen kulturellen Leben der Stadt Köln einen bevorzugten Platz hat. Auch zwei Weltkriege, die Weltwirt-schaftskrise und die schwierige Nachkriegszeit hat der Kirchenchor überstanden.
Auch weiter gilt, was in der Laudatio zum 100jährigen Bestehen vorgetragen wurde, nämlich: "Die Musik ist nicht Ausschmückung oder Umrahmung, sondern Bestandteil der Liturgie. Der Kirchenchor selbst ist dienendes Glied bei der Liturgie-Feier mit dem Priester, dem Diakon, dem Lektor, den Ministranten, der Gemeinde. Daher sagt das 2. Vatikanische Konzil: Der Schutz der Kirchenmusik möge mit größter Sorgfalt bewahrt und gepflegt werden. Die Sängerchöre sollten nachdrücklich gefördert werden".
Der 1. Vorsitzende des Kirchenchores Gregor Ermert: Der Erfolg des Chores liegt in der guten Zusammen-arbeit zwischen Präses Pfarrer Clemens Poblocki und dem Kirchenmusiker Werner Schönewolf, Dirigent und Chormitgliedern. Hinzu kommt auch ein gutes Stück Geselligkeit, das den Chor begleitet. Höhepunkt ist immer die alljährliche Fahrt, auf die sich alle schon lange freuen. Wer Lust hat, sich dem Chor anzuschließen, ist stets willkommen.
02. Dezember 1992 "Wochenspiegel" (iw)
Jubiläumskonzert St. Gereon Merheim - viel Beifall für den KirchenchorEinhundertzehn Jahre besteht nun schon der Kirchenchor an St. Gereon. Dieser Klangkörper hat an Aktuali-tät, an Lebendigkeit nichts eingebüßt. Dies beweisen die jährlichen Konzerte, zu denen stets ein volles Haus begrüßt werden kann. So war es auch beim diesjährigen Jubiläumskonzert. Unter der Leitung von Werner Schönewolf wurde von Joseph Haydn das Te Deum C-Dur für Chor und Orchester sowie das Konzert Nr. 2 C-Dur für Orgel und Orchester vorgetragen. Ein würdevoller Auftakt für die Messe D-Dur op. 86 von Antonin Dvorak mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei, komponiert für Soli, Chor und Orchester. Zur Komposition der Messe war Dvorak durch den Prager Architekten Josef Hlavka veranlasst wirden, wie Friedrich Wolf schreibt. Die Uraufführung des Werkes erfolgt 1887 unter Leitung des Komponisten, der die Messe ursprünglich für gemischten Chor, Soli und Orgel geschrieben hatte. Der Verleger, dem das Werk zum Druck angeboten wurde, bestand jedoch auf einer Osterfassung. Von der ursprünglichen Orgelstimme blieben nur wenige Takte im Gloria und das meditativ angelegt Vorspiel im Benedictus erhalten. In der Orchesterfassung erklang das Werk erstmals öffentlich 1893. Die Architektonik der Messe hat ihre Wurzeln in den formalen Gegebenheiten der Kirchenmusik der Wiener Klassik. Alle kontrapunktischen Kunstfertigkeiten stehen im Dienst einer volksliedhaften Melodik.
Der Kirchenchor, die Kölner Kammermusiker sowie die Solisten Ina Stachelhaus, Heike Götzinger, Joachim Calaminus, Andreas Cantow sowie Markus Pack unter der Leitung von Werner Schönewolf bildeten eine homogene Einheit. Sie begeisterten durch präzise Einsätze, durch ausgefeilte Dynamik und eine bestechende Klangfülle. Wer diese Messe einmal gehört hat, wird sie so schnell nicht wieder vergessen.
Für die Zuhörer in der vollbesetzten Gereons-Kirche war dieses Konzert ein bleibendes Erlebnis. Und für den Kirchenchor ist die Dvorak-Messe eine Bereicherung im Repertoire. Sie sollten sie nicht einfach zu den Akten legen, sondern öfter zu Gehör bringen, auch in Messen mit Orgelbegleitung.
26. November 1992 "Kölnische Rundschau" (cor)
Beeindruckendes Festkonzert in Merheimer PfarrgemeindeSein überdurchschnittliches Können bewies der Chor im Jubiläumskonzert
Kirchenchor 110 Jahre alt
Sein 110jähriges Bestehen feierte jetzt der Kirchenchor von St. Gereon mit einem Festkonzert, das die Sängerinnen und Sänger mit dem Orchester der Kölner Kammermusiker gestalteten. Schon vor zwei Jahren begann man mit sporadischen Proben zum "Te Deum" von Joseph Haydn und der Messe in D-Dur von Antonin Dvorak.
Chorleiter Werner Schönewolf sieht als Grundlage seiner Arbeit den Willen, "mit den verhandenen Kräften in der Pfarrei Kirchenmusik mit möglichst guter Qualität zu bringen". Dass diese Qualität weit über dem Durchschnitt liegt, bewies der Chor mit seinem Jubiläumskonzert.
61 Sänger und Sängerinnen zwischen 16 und 70 Jahren nehmen zur Zeit an den wöchentlichen Proben teil. Der Chor sieht seine Aufgabe nach wie vor darin, das Wort Gottes zu verkünden. Dazu gehören vor allem Choralämter, die in regelmäßigen Abständen stattfinden, und Konzerte an hohen kirchlichen Feiertagen und am Tag der Patronin des Chores, der heiligen Cäcilia.
Mit 16 Männerstimmen wurde der Kirchenchor an St. Gereon 1882 gegründet. Doch schon zwei Jahre später konnten mehrstimmige Messen aufgeführt werden. Neben den Kirchenliedern nahm der Männerchor auch Opern und Singspiele in sein Repertoire auf, wurde dabei seit 1907 von einem Frauenchor unterstützt. Die beiden Chöre schlossen sich 1968 zusammen. Werner Schönewolf, der bis heute dem Chor treu geblieben ist, übernahm 1974 die Leitung. Ihm besonders ist es zu verdanken, dass der Chor den A-capella-Gesang pflegt und Nachwuchs hat.
11. November 1992 "Köln 8 Aktuell" (bu)
110 Jahre Kirchenchor MerheimJubiläumskonzert in St. Gereon
Der Kirchenchor an St. Gereon Köln-Merheim feiert in diesem Jahr sein 110jähriges Bestehen. Ein Jubi-läumskonzert am kommenden Sonntag, dem 15. November zählt sicher zu den Höhepunkten der Feiern. Das Konzert ist in der Pfarrkirche St. Gereon Köln-Merheim. Zur Aufführung kommen u.a. Te Deum von Joseph Haydn und die Messe D-Dur, op. 86 von Antonin Dvorak.
Die Ausführenden sind Ina Stachelhaus (Sopran), Heike Götzinger (Alt), Joachim Calaminus (Tenor), Andreas Cantow (Bass), Markus Pack an der Orgel, der Kirchenchor an St. Gereon Köln-Merheim und das Orchester der Kölner Kammermusiker. Die Leitung hat Werner Schönewolf.
Eintrittskarten im Vorverkauf gibt es im Pfarrbüro, in der Raiffeisenbank Köln-Merheim, bei den Chormit-gliedern und auch an der Abendkasse. Die Konzertbesucher können sich wieder auf ein besonderes musikalisches Erlebnis freuen, denn der Kirchenchor an St. Gereon und der Kammerchor sind in guter Zusammenarbeit ein Klangkörper, der sich auch den schwierigen Kompositionen zuwendet, ohne dabei die eingehende Kirchenmusik und die schönen Melodien und beliebt gewordenen Weisen zu vernachlässigen.
Der 1. Vorsitzende des Kirchenchores Gregor Ermert: "Es ist das gute Miteinander zwischen Präses Pfarrer Clemens Poblocki und dem Kirchenmusiker Werner Schönewolf, das dem Chor den Weg weist zu einer Musik an St. Gereon, welchen so vielen dankbaren Zuspruch bekommt."
So werden sich die Bürger dann auch wieder am kommenden Sonntag, dem 15. November um 17 Uhr auf ein Konzert freuen können, dass sich in bester Vereinigung von Kirchenchor, dem Kammerchor und sehr guten Solisten zu einem besonderen musikalischen Präsent steigern wird zum 110. Jubiläum des Kirchenchores an St. Geren Köln-Merheim.
01. Juli 1992 "Köln 8 Aktuell" (bu)
110 Jahre Kirchenchor MerheimJubiläumsfest und Hof-Konzert
Der Kirchenchor an St. Gereon Köln-Merheim feiert sein 11. Bestehen. Zum Jubiläum wird es mehrere Festlichkeiten geben. Höhepunkt der Feiern im ersten Halbjahr ist jetzt ein großes Fest rund um St. Gereon. Dieses Jubiläumsfest ist am kommenden Sonntag, dem 5. Juli 1992. Zum Chorjubiläum sind die Bürger herzlich eingeladen.
Der Kirchenchor an St. Gereon Köln-Merheim hat zum Jubiläum ein Festprogramm vorbereitet. Die Feier-lichkeiten beginnen um 11 Uhr mit einer Festmesse zum Ferienbeginn in der Merheimer Pfarrkirche. Diese Festmesse wird gestaltet und umrahmt vom Kirchenchor Merheim unter der Leitung von Werner Schönewolf und den Musikern des Polizeikorps Köln unter der Leitung des Kapellmeisters Gisbert Reich.
Anschließend ist im Hof von St. Gereon ein Platzkonzert. Das Polizeikorps wird mit fröhlichen Weisen die Besucher unterhalten. Kapellmeister Gisbert Reich hat zum Geburtstagsständchen besonders schöne Musikstücke ausgewählt.
Die Besucher sind zum "leiblichen Wohl" eingeladen. Mitglieder der Kolpingsfamilie und des Kirchenchores haben die Bewirtung übernommen. Der Grill ist aufgeheizt. Die Getränke stehen bereit. Der Kirchenchor ist der Gastgeber und lädt hiermit alle Bürger recht herzlich ein.
Als Vorankündigung gibt der Kirchenchor bekannt, dass im zweiten Halbjahr zum Abschluss der Jubiläums-veranstaltungen am Sonntag, den 15. November eine Konzertmesse stattfindet mit Werken von Antonin Dvorak. Darüber wird rechtzeitig berichtet.
15. November 1989 "Wochenspiegel" (wl)
Chor- und Orchesterkonzert in St. Gereon MerheimZu einem Chor- und Orchesterkonzert lädt der Kirchenchor an St. Gereon Merheim ganz herzlich ein. Das Konzert findet am kommenden Sonntag, 19. November, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Gereon statt.
Zur Aufführung kommt die "Krönungsmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart, KV 317 für Soli, Chor, Orchester und Orgel. In dieser Krönungsmesse mit dem Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei sind die Kirchensonate C-Dur KV 328 für zwei Violinen, Bass und Orgel, dem Exsultate Jubilate KV 165, Motette für Sopran und Orchester, das Ave verum KV 618, Motette für Chor und Streicher sowie das Halleluja für Chor und Orchester von Georg Friedrich Händel eingebettet.
Die Mitwirkenden dieses Konzertes sind Ruth Müller, Sopran, Jutta Schmitz, Alt, Heinrich Clemens, Tenor, Martin Glagovsek, Bass, Monika Nussbaum, Orgel, das Orchester der Kölner Kammermusiker und der Kirchenchor St. Gereon unter Gesamtleitung von Werner Schönewolf.
Die Eintrittskarten zum Preis von 10,- Mark, Studenten, Schüler und Auszubildende zahlen 5,- Mark, gibt es im Vorverklauf im Pfarrbüro, bei den Mitgliedern des Chores und in der Raiffeisenbank Köln-Ost, Kieskaulerweg 154 in Merheim.
17. November 1987 "Köln 8 Aktuell"
Kirchenchor lädt einZu einem Festkonzert am kommenden Sonntag, 22. November 1987, um 17.00 Uhr inder Pfarrkirche St. Gereon sind die Bürger recht herzlich eingeladen. Der Kirchenchor St. Gereon ist Veranstalter und Gastgeber deises Chor- und Orchesterkonzertes. Auf dem Programm steht die Sindonie d-moll von Johann Sebastian Bach, von Joseph Haydn "Te Deum", Missa in tempore beilli (Paukenmesse) für Soli, Chor und Orchester.
Die Mitwirkenden sind der Kirchenchor St. Gereon, Merheim, das Orchester der Kölner Kammermusiker und als Solisten Christiane Oelze, Sopran; Beate Czubak, Alt; Friedhelm Petrovitsch, Tenor und Guido Scheer, Bass. Die Gesamtleitung hat Werner Schönewolf.
Eintrittskarten zum Preis von 10,- Mark, für Studenten, Schüler und Auszubildende 5,- Mark, gibt es im Vorberkauf im Pfarrbüro, bei den Mitgliedern des Kirchenchores sowie bei der Raiffeisenbank Köln-Ost, Kieskaulerweg 154 in Merheim.
Anmerkung: Wie dem obigen Bericht zu entnehmen ist, wirkte bei diesem Konzert u.a. die Sopranistin Christiane Oelze mit. Zu diesem Zeitpunkt stand sie noch am Anfang ihrer großartigen Karriere. Bereits mit 28 Jahren debütierte sie bei den Salzburger Festspielen als Konstanze in Mozarts "Entführung aus dem Serail". Salzburg war der Aufhänger" meinte sie in einem Interview, da wurden alle auf mich aufmerksam". Und flugs wurde sie für die gleiche Partie ans Züricher Opernhaus verpflichtet und sang dort in Serie unter keinem Geringeren als Nikolaus Harnoncourt.
Meisterkurse absolvierte sie bei Elisabeth Schwarzkopf und Studien bei Mitsoku Shirai und Hartmut Höll, alles erste Adressen. Inzwischen hat Christiane Oelze in der ganzen Welt unter Dirigenten wie Helmut Rilling, Rodger Norrington, Claudio Abbado, Kurt Masur, Sir Simon Rattle, Sir Neville Marriner u.v.a. gesungen. Eine beispiellose Weltkarriere, die in Merheim ihren Anfang nahm. (W.A. - z. T. aus einem Bericht der "Kölnischen Rundschau" zitiert).
24. November 1984 "Kölnische Rundschau" (Clouth)
Das Publikum sparte nicht mit BeifallDas melodienselige Jugendwerk von Franz Schubert, die Messe in G-Dur, war der Auftakt eines Chor- und Orchesterkonzertes in der Merheimer Pfarrkirche St. Gereon. Werner Schönewolf, der die Gesamtleitung hatte, ließ dieses Werk vom Kirchenchor romantisch und geschmeidig singen.
Fest und klar umrissen dirigierte er Händels Concerto grosso Opus 3, Nr. 2 in B-Dur. Das Orchester der Kölner Kammermusiker passte sich der Akustik der Kirche an.
Anpassungsfähig zweigten sich auch die vier Solisten Gerda Höfer (Sopran), Herlind Wartenburg (Alt), Günter Robens (Tenor) und Guido Scheer (Bass), beim Salve Regina von Haydn. Den konzertanten Orgelpart übernahm Monika Nussbaum.
Zum Abschluss des Konzertes zogen Chor, Orchester und Orgel alle Register. Das "Te Deum", das Haydn für die Kaiserin Maria Theresia schrieb, wirkte mit Pauke und Trompete majestätisch und klangvoll. Das Publikum sparte nicht mit verdientem Beifall.
20. November 1984 "Wochenspiegel"
Beeindruckendes Konzert in MerheimGemischtes Programm von Schubert bis Haydn
Der Kirchenchor an St. Gereon ist seinem Ruf als Interpret großartiger Musik treu geblieben. Auch beim diesjährigen Chor- und Orchesterkonzert in der Gereonskirche wusste der Chor zu gefallen.
Unter der musikalischen Leitung ihres bewährten Dirigenten Werner Schönewolf begannen Chor, Orches-ter und Solisten mit der Messe in G-Dur von Franz Schubert. Dieses Werk erfordert einen sauberen Vortrag und höchste Konzentration. Mühelos führte Werner Schönewolf seine Sängerinnen und Sänger und das Orchester zu einer harmonischen Einheit. Wenn man bedenkt, dass der Kirchenchor in der Regel nur ein oder zwei Proben mit dem Orchester absolviert und sich darauf einzustellen hat, war es schon bemerkenswert, wie homogen die wunderbare Messe vorgetragen wurde.
Dabei wussten auch die Solisten zu gefallen; sie verzichteten, was leider viele machen, auf Selbst-darstellung und fügten sich harmonisch ein. Lediglich beim Credo sang die Solistin Gerda Höfer etwas zu laut, der ansonsten sehr saubere Tenor Günter Robens war ihrem Stimmvolumen da nicht ganz gewachsen. Mit kleinen Abstrichen konnte auch der Bass Guido Scheer gefallen.
Nach diesem grandiosen Einstieg folgte das Concerto grosso von Händel, das Salve Regina von Haydn und zum Schluss noch einmal gemeinsam mit Chor und Orchester das großartige Te Deum von Joseph Haydn. Die Konzertbesucher erlebten einen musikalischen Hochgenuss.
07. November 1984 "Köln 8 Aktuell"
Großes Chor- und OrchesterkonzertSonntag 17 Uhr St. Gereon - Merheim
Die Chor- und Orchesterkonzerte an der Merheimer Pfarrkirche St. Gereon sind seit vielen Jahren lieb-gewordene Tradition und genießen auch über die Granzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Die Pflege der geistlichen Musik haben sich der Kirchenchor und der vor einigen Jahren gegründete Förderkreis für Kirchenmusik zur Aufgabe gemacht.
So darf man auch beim großen Chor- und Orchesterkonzert am kommenden Sonntag, 11. November 1984, in der Gereonskirche auf eine musikalische Darbietung besonderer Güteklasse gespannt sein. Vier Hauptwerke kommen zur Aufführung. Das Konzert beginnt mit der Messe G-Dur von Franz Schubert für drei Solostimmen, gemischten Chor und Orchester. Es folgt das berühmte Concerto grosso von Georg Friedrich Händel, opus 3 Nr. 2 B-Dur und von Joseph Haydn das Salve Regina in g-moll, unter Mitwirkung von Solo-Quartett, konzertanter Orgel und Streicher.
Den Abschluss bildet Haydns Te Deum, das für gemischten Chor, Orchester und Orgel komponiert hatte und der damaligen östereichischen Kaiserin Maria Theresia gewidmet war.
Es wirken mit: Gerda Höfer, Sopran; Herlin Wartenberg, Alt; Günter Robens, Tenor; Guidi Scheer, Bass; Monika Nussbaum, Orgel; Wolfgang Gurland und Bertold Holewik, Violine; Andreas Tarkmann und Gregor Buscher, Oboe; Dan Lupo, Cello; das Orchester der Kölner Kammermusiker und der Kirchenchor an St. Gereon, Merheim. Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Werner Schönewolf.
Das Konzert beginnt um 17 Uhr, Einlass ab 16.30 Uhr. Da mit einer großen Kartennachfrage gerechnet wird, wird empfohlen, sich die Eintrittskarten zum Preis von 10,- DM (Auszubildende und Studenten 5,- DM) im Vorverkauf zu sichern. Sie sind erhältlich im Pfarrbüro von St. Gereon, bei den Chormitgliedern und an der Abendkasse.
15. Dezember 1982 "Wochenspiegel"
Merheimer Kirchenchor gestaltete FestkonzertEin Jubiläumsjahr voller Aktivitäten fand im Festkonzert des kath. Kirchenchores an St. Gereon seinen Höhepunkt und Abschluss. Die St. Gereonskirche in Merheim konnte die Musiklliebhaber kaum fassen, die "Missa in tempore belli", den Eingangschor aus dem Weihnachtsoratorium von Bach und das Konzert D-Dur von G. Ph. Telemann erleben wollten.
Das erste, unter dem Begriff "Paukenmesse" bekannt gewordene Werk, das Haydn 1796 schrieb, und auch die beiden anderen Stücke sind Leckerbissen besonderer Art. Der unter der musikalischen Leitung seines überzeugenden Dirigenten Werner Schönewolf singende Chor wurde begleitet vom Orchester der Kölner Kammermusiker und Solisten im Gesangs- und Instrumentalbereich. Für diese Aufführung musste Schönewolf neben seinem bewährten Chor auf sichere Solsiten, vor allem in den Bläserstellen, zurückgreifen. Jeder falsche Ton, jede Unsicherheit in den Solostellen wäre sofort aufgefallen. Doch die teil-weise noch recht jungen Musiker beherrschten ihr Metier perfekt. Besonders bei Telemanns Konzert für drei Trompeten, zwei Oboen, Pauken und Streicher kam die Sauberkeit und Sicherheit der Musiker voll zur Geltung.
Der hundert Sänger starke Chor pberzeugte durch eine hervorragende Leistung. Sicher in den Einsätzen, gehaltvoll im Vortrag und überzeugend in den einzelnen Stimmlagen bewies der Chor wieder einmal seinen hohen Stellenwert innerhalb der Kölner Kirchenchöre. Ihm gebürte an diesem Sonntagnachmittag beson-deres Lob. Wieviel Probenarbeit notwendig gewesen ist, um ein solches Festkonzert zu gestalten, mag nur der ermessen können, der selbst Mitglied eines Chores ist. Die Zuschauer dankten ihrerseits mit lang anhaltendem Beifall.
In einem vierzehn Tage vorhergehendem Festakt zum 199jährigen Jubiläum hatte Oberbürgermeister Norbert Burger die Wünsche und Grüße der Stadt Köln überbracht. Bezirksvorsteher Otto Surges übermittelte die Grüße der Bezirksvertretung. Der Merheimer Stadtverordnete Winfried Lütke übermittelte Grüße aus der Bürgerschaft und aus der CDU. Die Feier in der Aula der Schule Fußfallstraße wurde umrahmt vom Quartett der Kölner Kammermusiker und endete mit einer wunderbaren Motette von Felix Mendelssohn Bartholdy, die der Kirchenchor zum Vortrag brachte.
25. November 1982 "Kölnische Rundschau" (Clouth)
Chorgesang hat in Köln "vornehmen Platz"Großes Lob zur 100-Jahr-Feier in Merheim
Im damals dörflichen Merheim gegründet, feiert jetzt der Kirchenchor an St. Gereon seinen 100. Geburtstag. Vorsitzender Anton Schumacher begrüßte beim Festakt in der Aula der katholischen Grundschule Fußfallstraße besonders Oberbürgermeister Norbert Burger, der die Schirmherrschaft über das Jubiläum übernommen hatte.
Burger meinte in seinem Grußwort." Ich habe gerne die Schirmherrschaft übernommen, da mein Vorgänger Konrad Adenauer die Schirmherrschaft zum 50. und 75. Geburtstag hatte. Weiter erinnerte Burger daran, dass Köln in der Musikpflege eine große Tradition hat.
Nach der Dommusikschule im Mittelalter waren es vor allem die Jesuiten, die den Volksgesang pflegten. Sie gründeten 1695 eine Musikschule. Seit der Zeit nimmt der Chorgesang "einen vornehmen Platz in dem reichen Musikleben der Stadt Köln ein", wie Burger erinnerte.
Im vergangenen Jahrhundert war der Chorgesang den Männern vorbehalten. 1826 wurde die Kölner Sän-gervereinigung gegründet, 1827 die Konzertgesellschaft, 1836 die Singakademie und 1844 der Kölner Männergesangverein. Es folgte 1845 die Gründung der Philharmonischen Gesellschaft. Im Jahre 1855 sang in Mülheim am Rhein zum ersten Mal der Cäcilienverein. Endlich gründete sich auch außerhalb der Stadt in Merheim 1882 der Kirchenchor.
Oberbürgermeister Burger betonte, nur in einer festen Gemeinschaft könne ein Verein zwei Kriege und andere Mißhelligkeiten überwinden. Er überreichte dem Chor einen Porzellanteller der Stadt Köln.
Chorpräses und Pastor Clemens Poblocki wies darauf hin, dass im Zweiten Vatikanischen Konzil die Kirchenmusik zu einem wesentlichen Bestandteil der Liturgie bestimmt wurde. Seine Ansprache über Musik als Kult schloss er mit einem Zitat Hildegard von Bingens: "In der Musik hat Gott den Menschen eine Erinnerung an das verlorene Paradies hinterlassen."
Heinz-Günter Kemper, Sprecher der Ehrenmitglieder des Chores lobte die intensive Probenarbeit und den guten Zusammenhalt des Chores. Grußworte sprachen weiter Bezirksvorsther Otto Surges (SPD), der Merheimer CDU-Stadtrat Winfried Lütke, der evangelische Pfarrer Rold Wagner, Dekanatspräses Albert Kühlwetter, Vertreter der Ortsvereine und der einzelnen Gruppen.
Umrahmt wurde der Festakt durch einzelne Sätze des C-Dur-Streichquartetts von Mozart, gespielt von Kölner Kammermusikern. Bevor der Chor sich mit einer siebenstimmigen Motette von Mendelssohn bedankte, erhielten der Oberbürgermeister, die Ehrenmitglieder und weitere Repräsentanten zur Erinne-rung eine von Egino Weinert gestaltete Bronzeplakette mit der Ansicht des hl. Gereon und der Pfarrkirche.
19. November 1982 "Kölner Stadt-Anzeiger" (MW)
Kirchenchor St. Gereon wurde 100 Jahre altEiner der ältesten Chöre Kölns ist der Kirchenchor St. Gereon aus Merheim, der in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen feiert. In einem Festakt aus diesem Anlass in der Aula der Katholischen Grund-schule Fußfallstraße würdigte als Schirmherr der Jubiläumsfeierlichkeiten Oberbürgermeister Norbert Burger die Leistungen des Chors, der sich durch künstlerische Wualität einen guten Namen gemacht hat. Vor 300 geladenen Gästen, Politikern, Förderern, Vertreter der Kirchengemeinden und verschiedener Chöre der Stadt, den Vorsitzenden der Ortsvereine und ehemaligen Mitgliedern des Chors, resümierte Burger Kölner Musikgeschichte. Er erinnerte daran, dass gerade das vorige Jahrhundert, als der Chor gegründet wurde, ein Jahrhundert des Volksliedes in Köln und damit auch ein Jahrhundert des Gesangs gewesen sei. Waren es damals jedoch ausschließlich Männer, die sich dem Chorgesang widmeten, so hat sich dies - zumindest im Kirchenchor St. Gereon grundsätzlich geändert. Von seinen 70 Mitgliedern , insbesondere was den Nachwuchs angeht, sind die Mehrzahl Frauen.
Die Feierstunde in der Katholischen Grundschule war der verdienten Laudatio reserviert. Ein Quartett der Kölner Kammermusiker bildete den musikalisch-feierlichen Rahmen mit Werken von Mozart. Der Auftritt des Kirchenchores zu seinem 100jährigen Geburtstag steht noch bevor. Am 21. November gestaltet er das Jubiläumskonzert in der Pfarrkirche St. Gereon. Domprobst Ketzer wird sprechen. Einen Tag davorwird ebenfalls in St. Gereon on Joseph Kardinal Höffner die Festmesse zelebriert.
16. November 1982 "Köln 8 Aktuell"
100 Jahre Kirchenchor MerheimGroßes Chor- und Orchesterkonzert
Höhepunkt der Jubiläumsfeier zum 100jährigen Bestehenh des Merheimer Kirchenchores ist am kommen-den Sonntag, dem 21. Nov. 1982 ein großes Chor- und Orchesterkonzert in der Pfarrkirche St. Gereon. Beginn der Veranstaltung ist 17 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 15,- DM für Erwachsene und 8,- DM für Schüler und Studenten sind bei den Chormitgliedern oder im Pfarrhaus erhältlich. Begleitet wird der Kirchenchor von den Kölner Kammermusikern und den Solisten Gisela Welkes- Sopran, LiHan Bi - Alt, Anton Maxen - Tenor und Albert Wirtz - Bass.
Auf dem Festprogramm stehen das "Jauchzet, frohlocket" für Chor und Orchester aus dem Weihnachts-oratorium von Johann Sebastian Bach; das Konzert für drei Trompeten, zwei Oboen, Pauken und Streicher von Georg Philipp Telemann und die "Missa in tempre belli" von Joseph Haydn. Die musikalische Leitung hat Chorleiter und Dirigent Werner Schönewolf.
15. Juni 1982 "Köln 8 Aktuell"
100 Jahre Kirchenchor an St. GereonRückblick auf das Vereinsleben
Der katholische Kirchenchor an St. Gereon feiert sein 100jähriges Bestehen. Dies ist ein Grund und Anlass, die Historie des Chores aufzugreifen und einen Blick in das Vereinsleben der letzten Jahrzehnte zu werden und sie hiermit vorzustellen.
Gegründet wurde der Pfarr-Cäcilien-Verein St. Gereon auf Betreiben des damaligen Pfarrers Bongartz nach mündlichen Überlieferungen im Jahr 1882. Auch die noch existierende Vereinsfahne weist 1882 als Grün-dungsjahr aus. Schriftliche Aufzeichnungen beginnen erst im Jahr 1904. Vorhanden sind jedoch noch alte Statuten, die sich der Chor im Jahr 1887 gab. In 13 Paragraphen werden Zweck der Veinigung und Pflichten der Mitglieder dargelegt. Über den 14. Paragraphen, der im Jahr 1890 hinzugefügt wurde, kann man heute nur noch schmunzeln. Er lautet: "Wenn ein Mitglied den Proben nicht beiwohnt, bezahlt es eine Strafe von 10 Pfennigen, jedesmal wenn es dreimal ausbleibt, isr es ganz ausgeschlossen."
Verschiedene Chorleiter übernahmen im Laufe der Jahre die musikalische Leitung dieses Chores. Sie tru-gen sicherlich mit dazu bei, dass die Mitgliederzahl und Aktivitäten des Chores ständig zunahmen. Einer der damaligen Chorleiter sollte einmal besonders hervorgehoben werden. Es war der Küster, Chorleiter und Organist Josef Kurtenbach, der von 1912 - 1965 den Chor an St. Gereon leitete. Unterbrochen wurde seine segensreiche Tätigkeit durch die beiden Weltkriege, die auch die Mitglieder des Gereonchores nicht ver-schonten.. Aus dem 1. Weltkrieg kehrten sechs und aus dem 2. Weltkrieg vier Sänger nicht mehr in die Heimat zurück.
Die Inflationszeiten bereiteten auch dem Verein große Schwierigkeiten. Eine vernünftige Kalkulation war kaum noch möglich. Der Eintrittspreis für das Frühjahrskonzert 1823 betrug 500 Mark pro Person. Die Kassenbilanz des Gereonchores desselben Jahres weist eine Einnahme in Höhe von 43 Billionen und eine Ausgabe von 42 Billionen aus.
Der heutige Kirchenchor an St. Gereon ist ein gemischter Chor. Das war allerdings nicht immer so. Bei sei-ner Gründung waren nur Männer zugelassen., deren Hauptaufgabe die Pflege des Gregorianischen Chorlas war. Damen und Mädchen fanden sich im Jahr 1919 zusammen, um sich unter Leitung von Josef Kurtenbach, getrennt von den Männern, im mehrstimmigen Gesang zu üben. Erst im Jahre 1968 fand unter der musikalischen Leitung von Peter Rudolf der längst fällige Zusammenschluss des Damen- und Männerchores statt.
Die Aktivitäten des Chores durchziehen die Chronik wie ein roter Faden. Neben der Pflege der "musica sacra", der Hauptaufgabe eines Kirchenchores, standen auch viele weltliche Aufführungen auf dem Pro-gramm. Ob sie nun Theater spielten, ganze Operetten oder Opern aufführten (Zar und Zimmermann) oder eine Pfarrkirmes organisierten, immer waren und sind die Chormitglieder mit ganzem Herzen dabei.
Für Merheim und seine Bevölkerung sind vor allem die Stiftungsfeste und Jubiläen des Chores von beson-derer Bedeutung. Mit umfangreichen musikalischen Darbietungen prägt der Gereonchor entscheidend das kulturelle Leben Merheims.
Auch im Jubiläumsjahr 1982 stehen wieder zahlreiche musikalische Aufführungen auf dem Programm. Auf die besonderen Veranstaltungen wird noch im einzelnen aufmerksam gemacht.
08./09. April 1982 "Kölner Stadt-Anzeiger" (Brigitte Frohnhofen)
Messen und Konzerte zur Feier des JubiläumsDer Kirchenchor an St. Gereon in Merheim bereitet sich auf Veranstaltungen
zum hundertjährigen Bestehen vor
Sein 100jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr der Kirchenchor an St. Gereon in Merheim. Anlässlich dieses seltenen Jubiläums und für seine besonderen Leistungen im Diensz der Kirchenmusik wird der Verein von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände mit der Zelter-Plakette ausgezeichnet. Mit Messen und Konzerten soll der Geburtstag des Chors ein ganzes Jahr gefeiert werden.
Die Gründung des Pfarr-Cäcilien-Vereins St. Gereon im Jahre 1882 geht auf mündliche Überlieferungen zurück, denn die ersten schriftlichen Aufzeichnungen beginnen erst 1904. Als Beweis für die 100jährige Geschischte gilt jedoch die Vereinsfahne, auf der 1882 als Gründungsjahr zu lesen ist.
Erhalten geblieben sind dem Verein auch die alten Statuten. Wie ernst der Chor damals seine Aufgabe nahm, wird besonders deutlich in einem Paragraphen, in dem es heißt: "Wenn ein Mitglied den Proben nicht beiwohnt, bezahlt es eine Strafe von -,10 Mark jedesmal, und wenn es dreimal ausbleibt, wird es ganz ausgeschlossen."
Im Laufe der Geschichte sind diese Statuten durch neu, weniger strenge Regeln ersetzt worden. Der Ver-antwortung, einen wesentlichen Teil zur feierlichen Liturgie zu leisten, hat sich der Verein jedoch nie ent-zogen. Daran konnten auch zwei Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und die schwierige Nachkriegszeit nicht rütteln. Das Bestehen des Kirchenchores und die freundschaftliche und familiäre Verbindung der Chormitglieder untereinander ist auch in schweren Zeiten aufrecht erhalten worden. Und noch heute sind Enkel und Urenkel von Gründungsmitgliedern aktiv im Chor tätig. Ständig wachsende Mitgliederzahlen und unermüdliche Proben erweiterten und festigten auch das musikalische Können. Unter Leitung von Werner Schönewolf verfügt der Chor über ein umfangreiches Repertoire kirchenmusikalischer Konzerte, mehr-stimmiger Gesänge und Orchestermessen.
Die besonderen Verdienste des Chors würdigte Oberbürgermeister Norbert Burger, der die Schirmherr-schaft für das Jubiläum übernommen hat. In der Festschrift des Vereins schreibt er: "Im Laufe von hundert Jahren wurden bei den vom Pfarr-Cäcilien-Verein St. Gereon gestalteten Gottesdiensten, aber auch bei vielen anderen Konzwerten, überragende künstlerische Leistungen zu Gehör gebracht."
17. März 1982 "Köln 8 Aktuell"
100 Jahre Kirchenchor St. Gereon MerheimViele Veranstaltungen im Jubiläumsprogramm
Der Pfarr-Cäcilien-Verein St. Gereon, Köln-Merheim, feiert sein 100jähriges Bestehen. Dies ist Grund und Anlass zu vielen festlichen Veranstaltungen. Das Jubiläumsprogramm wird am kommenden Sonntag, dem 21. März 1982, um 17 Uhr mit einer festlichen Barockmusik eingeleitet. Das Konzert ist in der Gereons-Kirche. Ein Quintett spielt Werke von Pachelbel, Vivaldi, Bach und Mozart.
Der Cäcilien-Chor Merheim hat das kulturelle und sakrale Leben in diesem Stadtteil seit zehn Jahrzehnten mitgeprägt. Dieser kulturelle Bereich wird sich im Laufe dieses Jahres 1982 nochmals mit bedutungsvollen liturgischen und weltlichen Vorträgen vorstellen.
Der Kirchenchor zählt 60 Mitglieder und steht unter der Leitung von Werner Schönewolf. Chorleiter und Mit-glieder haben sich lange und gründlich auf die Jubiläumsveranstaltungen vorbereitet. Angeschlossen hat sich hierzu auch der Jugendchor der Pfarrei, deren 14 Mitglieder in den Chören mitwirken. Auch der Jugendchor wird von Werner Schönewolf geleitet.
Die "musica sacra", die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes ist sicherlich die Hauptaufgabe eines Kirchenchores. Doch ein Blick in das Festprogramm zeigt, auch weltliche Aufführungen gehören zum festen Bestandteil im Chorleben.
Norbert Burger, Oberbürgermeister der Stadt Köln, hat spontan zugesagt, die Schirmherrschaft über das Jubiläum zu übernehmen. Im Jahre 1932 hatte der damalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Konrad Adenauer, zum 50jährigen und 1957 als Bundeskanzler zum 75jährigen Bestehen des Chores die Schirmherrschaft über die Jubiläumsfeierlichkeiten übernommen. Seine Verbundenheit mit Adenauer bekundet der Chor auch damit, dass er am 25. April 1982 ein Konrad-Adenauer-Gedächtniskonzert organisiert hat, das der Kölner Polizeichor musikalisch gestalten wird.
Eine Festschrift rundet die Jubiläumsaktivitäten ab. In ihr wird nicht nur der gegenwärtige Chor dargestellt, sondern auch manch Interessantes aus der Geschichte des Chors nachzulesen sein. Diese Festschrift liegt in d r Gereonskirche und in vielen Merheimer Geschäften aus. Die Bürger erhalten das Jubiläumsheft auch in der Spar- und Darlehnskasse Merheim sowie bei der Firma Haeseler und Herford in Brück.
20. Oktober 1978 "Kölnische Rundschau" (GS)
Jahreskonzert in St. GereonDas religiöse Kulturzentrum der alten Bürgermeisterei, die katholische Pfarrkirche St. Gereon, bot einen idyllischen Rahmen, als der Kirchenchor sein Jahreskonzert aus Anlass des Patronatsfestes gab. Der Chor besteht ununterbrochen seit 1882 und zählt heute 65 Aktive und 150 inaktive Mitglieder.
Unter Leitung von Werner Schönewolf, der zugleich die Orgel spielte, trug der Chor Werke von Schütz, Bach, Corelli, di Lasso, Hassler, Vivaldi, Franck, Mendelssohn Bartholdy und Purcell vor. Musikalische Unterstüt-zung leistete Hugo Kolf mit seiner Trompete.
Der Blick der Zuhörer richtet sich schon auf den zweiten Weihnachtsfeiertag. Der Chor wird dann zusam-men mit einem Orchester Mozarts Messe in C-Dur zu Gehör bringen.